Damit Ihre Bettwäsche ohne Bügeln trocken und glatt wird, kommt es auf die Minuten direkt nach dem Waschen an: mäßig schleudern, die Wäsche sofort herausnehmen, kräftig ausschütteln und in Form ziehen, dann an der Luft oder bei niedriger Temperatur im Trockner trocknen. Der letzte Schritt macht den Unterschied: Beziehen Sie das Bett, solange die Wäsche noch ganz leicht feucht ist, dann trocknet sie gespannt und glättet sich von selbst. Hier finden Sie die Methode Schritt für Schritt, Tipps je nach Material und die häufigsten Fehler.
Beim Waschen: knitterarme Wäsche vorbereiten
- Füllen Sie die Maschine nicht bis zum Rand. Ein Bettbezug, ein Laken und zwei Kissenbezüge sind schon eine ordentliche Ladung. Die Wäsche muss sich im Wasser bewegen können.
- Wählen Sie eine mittlere Schleuderdrehzahl, für Baumwolle meist etwa 800 bis 1.000 Umdrehungen pro Minute. Die Wäsche kommt etwas feuchter heraus, aber deutlich weniger zerknittert.
- Dosieren Sie das Waschmittel sparsam. Zu viel davon hinterlässt Rückstände, die die Fasern steif machen und Falten deutlicher zeigen.
- Schließen Sie den Bettbezug (Knöpfe oder Druckknöpfe) und drehen Sie ihn auf links: So wickelt er sich nicht um die anderen Teile.
Bei der Temperatur richten Sie sich immer nach dem Pflegeetikett. Zum Beispiel verträgt unsere weiße Perkal-Bettwäsche Landiha eine Wäsche bei 60 °C.
Direkt nach dem Waschen: die drei wichtigsten Handgriffe
- Nehmen Sie die Wäsche sofort heraus. Das ist der wirksamste Tipp dieses ganzen Artikels. Stellen Sie das Programmende bei Bedarf so ein, dass Sie zu Hause sind.
- Schütteln Sie jedes Teil aus, zwei- oder dreimal kräftig, an zwei Ecken gehalten. Die Falten vom Schleudern öffnen sich sofort.
- Ziehen Sie den Stoff in Form: Zu zweit zieht jeder an einem Ende des Lakens, erst in der Länge, dann in der Breite. Allein streichen Sie es flach auf einem Tisch oder dem Bett mit der flachen Hand glatt, vor allem an Säumen und Nähten.
Bei Kissenbezügen ziehen Sie an den Ecken und streichen die Lasche mit der Hand glatt. Wie Sie sie richtig waschen, erklärt unser Ratgeber zum Waschen von Kissenbezügen.
An der Luft trocknen: die schonendste Methode
Auf der Leine, draußen oder auf einem Wäscheständer am offenen Fenster, knittert die Wäsche am wenigsten. Das Gewicht des Wassers zieht den Stoff nach unten und glättet ihn ganz von allein.
- Hängen Sie das Laken einmal gefaltet über die Leine, Säume zusammen, statt es zu knüllen oder in Zickzack zu legen. Die Mittelfalte verschwindet meist beim ersten Gebrauch.
- Setzen Sie die Klammern an die Säume, nie mitten auf den Stoff: Eine Klammer mitten im Laken hinterlässt einen Abdruck.
- Spannen Sie den Stoff leicht zwischen den Klammern, damit er gerade hängt.
- Hängen Sie den Bettbezug offen auf, auf links, am unteren Rand: So zirkuliert die Luft im Inneren und er trocknet schneller.
- Bunte Wäsche gehört in den Schatten. Pralle Sonne kann die Farben mit der Zeit verblassen lassen. Weiße Wäsche dagegen mag viel frische Luft.
- Nutzen Sie den Wind: Wäsche, die sich auf der Leine bewegt, trocknet weicher als Wäsche in einem geschlossenen Raum.
Im Trockner: sanfte Wärme und kurzes Programm
Der Trockner kann sehr weiche Wäsche liefern, solange Sie es nicht übertreiben. Prüfen Sie zuerst, ob das Pflegeetikett ihn erlaubt.
- Wählen Sie eine niedrige Temperatur oder ein Schonprogramm. Große Hitze setzt die Falten fest und strapaziert die Fasern.
- Beladen Sie ihn nur leicht: eine Garnitur auf einmal, damit sich die Teile frei drehen können.
- Bevorzugen Sie ein kurzes Programm, oder brechen Sie es vor dem Ende ab.
- Nehmen Sie die Wäsche leicht feucht heraus, wenn sie sich noch etwas kühl anfühlt. In diesem Zustand lässt sie sich am besten von Hand glätten und direkt aufs Bett ziehen.
- Lassen Sie sie nie in der Trommel abkühlen: Sie nimmt die Form des Knäuels an und behält diese Falten.
Eine gute Kombination: etwa zwanzig Minuten im Trockner, dann auf dem Wäscheständer oder direkt auf dem Bett fertig trocknen.
Der Trick: das Bett mit noch feuchter Wäsche beziehen
Das ist das Geheimnis eines ordentlichen Betts ohne Bügeleisen. Ein kaum feuchtes Laken, straff über die Matratze gezogen, trocknet flach und unter Spannung fertig: Es wird von selbst glatt.
- Das Spannbettlaken: Ziehen Sie es zuerst auf, Ecke für Ecke, schön straff. Es trocknet passgenau auf der Matratze. Unsere Spannbettlaken aus Baumwolle eignen sich sehr gut für diese Methode.
- Der Bettbezug: Ziehen Sie ihn über die Bettdecke, schütteln Sie alles auf und streichen Sie die Oberseite mit den Händen glatt, von der Mitte zu den Rändern.
- Die Kissenbezüge: Ziehen Sie sie über die Kissen und klopfen Sie sie in Form.
Die Wäsche darf sich nur kühl anfühlen, nie nass. Öffnen Sie das Fenster, lassen Sie das Bett vor dem Schlafengehen ein bis zwei Stunden offen liegen und legen Sie keine Tagesdecke darüber, solange nicht alles trocken ist.
Sofort falten und richtig aufbewahren
Wenn Sie die Garnitur nicht gleich wieder aufziehen, falten Sie sie, sobald sie trocken und noch geschmeidig ist.
- Falten Sie flach, auf dem Bett oder einem großen Tisch, und streichen Sie den Stoff bei jeder Faltung mit der Hand glatt.
- Falten Sie wenig: lieber große Rechtecke als kleine, enge Quadrate.
- Bewahren Sie jede Garnitur in einem ihrer Kissenbezüge auf: Laken, Bettbezug und zweiten Kissenbezug zusammen falten und in den ersten Kissenbezug stecken. Alles liegt bereit und nichts knittert im Schrank.
- Stapeln Sie nicht zu dicht und lüften Sie den Schrank regelmäßig. Feucht eingeräumte Wäsche riecht schnell muffig.
- Wechseln Sie Ihre Garnituren ab: Nehmen Sie die unterste vom Stapel, sie hatte Zeit, sich unter dem Gewicht der anderen zu glätten.
Tipps je nach Material
Nicht jedes Baumwollgewebe reagiert gleich. Hier das Wichtigste auf einen Blick:
| Material |
Empfohlenes Trocknen |
Ergebnis ohne Bügeln |
| Baumwoll-Perkal |
Leine oder kurzes Programm, leicht feucht herausnehmen |
Klar und matt, ein paar natürliche Falten |
| Baumwollsatin |
Leine oder niedrige Temperatur |
Glatt, knittert wenig |
| Bedruckte Baumwolle |
Auf links, im Schatten |
Weich, Farben bleiben schön |
Perkal: erst knackig, dann immer weicher
Perkal ist ein dichtes, mattes Gewebe. Neu fühlt es sich „knackig“ an, mit jeder Wäsche wird es geschmeidiger. Es zeigt etwas mehr Falten als Satin, doch diese leichten Falten gehören zu seinem Charme: ein natürlicher, frischer Look. Ziehen Sie es leicht feucht aufs Bett und streichen Sie es gut glatt: Kein Material profitiert mehr von diesem Trick. Unsere weiße Perkal-Bettwäsche Landiha (80 Fäden/cm², 49 €) verträgt eine Wäsche bei 60 °C. Alle Farben finden Sie in der Kollektion Perkal-Bettwäsche.
Baumwollsatin: am leichtesten glatt zu halten
Baumwollsatin fühlt sich glatter an und hat einen leichten Glanz. Durch seine Webart ist er von Natur aus weniger knitteranfällig: Gut ausgeschüttelt und aufgehängt, bleibt er fast mühelos ordentlich. Unsere weiße Baumwollsatin-Bettwäsche Isadora (110 Fäden/cm², 49 €) ist ein gutes Beispiel. Wenn Sie zwischen beiden schwanken, lesen Sie unseren Vergleich Perkal oder Baumwollsatin.
Bedruckte Baumwolle: auf links und im Schatten
Damit Muster schön leuchtend bleiben, waschen und trocknen Sie bedruckte Wäsche auf links und im Schatten. Schließen Sie die Knöpfe des Bettbezugs vor dem Waschen, damit er seine Form behält. Unsere Bettwäsche Jungle (100 % Baumwolle, 57 Fäden/cm², Knopfverschluss, 39 €) wird schon beim einfachen Trocknen auf der Leine schön glatt.
Was Sie vermeiden sollten
- Waschmaschine oder Trockner überladen: Die Wäsche kommt verknäult und zerknittert heraus.
- Große Hitze beim Trocknen: Sie setzt die Falten fest und macht Baumwolle rauer.
- Zu viel Waschmittel: Ein Überschuss macht die Fasern steif.
- Die Wäsche in der Trommel liegen lassen, nass oder warm, nachdem das Programm beendet ist.
- Lange pralle Sonne auf bunter Wäsche: Hängen Sie sie lieber in den Schatten.
- Noch feuchte Wäsche einräumen: aufs Bett ja, in den Schrank nie.
Dieselben Grundsätze gelten für das übrige Bettzeug: Unser Ratgeber zum Waschen einer Bettdecke erklärt, wie Sie sie trocknen, ohne dass sie verklumpt. Und wenn Sie angenehme Laken für warme Nächte suchen, lesen Sie, welches Material sich im Sommer eignet.
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Unsere Tipps im Überblick
- Maschine nicht zu voll, mittlere Schleuderdrehzahl, Waschmittel richtig dosiert.
- Wäsche sofort herausnehmen, ausschütteln und in Form ziehen.
- Auf der Leine: Laken einmal gefaltet, Klammern an den Säumen, Buntes in den Schatten.
- Im Trockner: niedrige Temperatur, kurzes Programm, leicht feucht herausnehmen.
- Bett mit noch kühler Wäsche beziehen und von Hand glatt streichen.
- Flach falten, sobald alles trocken ist, Garnitur im Kissenbezug aufbewahren.
Häufige Fragen
Wie bekomme ich glatte Laken, ohne sie zu bügeln?
Nehmen Sie sie gleich nach Programmende aus der Maschine, schütteln Sie sie aus, hängen Sie sie straff auf und ziehen Sie sie noch leicht feucht aufs Bett. Dort trocknen sie flach fertig und werden glatt.
Welche Schleuderdrehzahl ist für Bettwäsche richtig?
Eine mittlere, für Baumwolle meist etwa 800 bis 1.000 Umdrehungen pro Minute. Sehr starkes Schleudern trocknet etwas schneller, zerknittert den Stoff aber mehr.
Darf Bettwäsche in den Trockner?
Ja, wenn das Pflegeetikett es erlaubt: bei niedriger Temperatur, mit kurzem Programm und ohne Überladen. Nehmen Sie die Wäsche leicht feucht heraus und lassen Sie sie nicht in der Trommel abkühlen.
Kann ich das Bett mit noch feuchter Wäsche beziehen?
Ja, wenn sie sich nur noch kühl anfühlt. Lüften Sie das Zimmer und lassen Sie die Wäsche vor dem Schlafengehen ein bis zwei Stunden fertig trocknen.
Knittert Perkal mehr als Baumwollsatin?
Ein wenig, ja. Perkal ist matt und behält ein paar leichte Falten, was natürlich wirkt. Der glattere Baumwollsatin knittert weniger.
Wie trockne ich einen Bettbezug auf der Leine?
Drehen Sie ihn auf links, öffnen Sie ihn und hängen Sie ihn am unteren Rand auf, die Klammern am Saum. So zirkuliert die Luft im Inneren, er trocknet schneller und ohne starke Falten.